KfW Förderung nur noch mit Nachhaltigkeitszertifikat

Seit dem 20. April 2022 besteht die Möglichkeit, wieder eine Förderung für EH/EG 40-Neubauvorhaben bei der Kreditanstalt für Wideraufbau (KfW) zu beantragen. Nachdem die erste Stufe der Nachhaltigkeitsförderung bereits nach wenigen Stunden vergriffen war, haben Bauherr:innen und Investor:innen weiterhin die Möglichkeit eine Förderung zu erhalten – unter Voraussetzung einer Gebäudezertifizierung. Wir bei dieBauingenieure ordnen das Geschehen für Sie ein und zeigen auf, wie Sie trotz des ersten Fördermittelstopps weiterhin eine Förderung für Ihr Bauvorhaben bekommen können.

Wie Sie weiterhin eine Förderung erhalten

Sie als Bauherr:in, können gemeinsam mit DGNB Auditor:innen, Energie-Effizienz-Expert:innen sowie dem gesamten Planungsteam eine DGNB Zertifizierung für ihr geplantes Bauvorhaben beantragen. Die genannten Akteure müssen jeweils über eine Zulassung von verschiedenen offiziellen Stellen verfügen. Ihr Bauvorhaben erreicht nur dann die NH-Klasse, wenn die Kriterien des Qualitätssiegel Nachhaltige Gebäude (QNG) eingehalten werden. Grundlage dieser QNG-Kriterien sind die energetischen Eigenschaften eines EH/EG 40-Standards sowie eine vorherige Gebäudezertifizierung nach DGNB (o.Ä.). Darüber hinaus werden durch QNG über die Zertifizierung hinausgehende Anforderungen an die Barrierefreiheit, die CO2-Emissionen sowie die Gebäudeschadstoffe gestellt. Die dieBauingenieure begleiten Sie bei der Zertifizierung sowie dem KfW-Antrag. Die Antragstellung ist voraussichtlich bis 31.12.2022 möglich. dieBauingenieure sind interdisziplinär aufgestellt und erbringen sämtliche dafür benötigten Leistungen vollumfänglich.


Welche Förderungen Sie noch beantragen können

Für Neubauvorhaben ist derzeit nur noch eine Förderung möglich, wenn das Gebäude die energetischen Eigenschaften eines EH/EG 40-Standards erreicht, sowie über eine NH-Klasse verfügt. Sanierungsvorhaben bleiben von den Kürzungen weitgehend unberührt, weswegen hier noch diverse Möglichkeiten existieren, eine Förderung zu erhalten.

Kontakt aufnehmen

Welche Förderungen zusätzlich zur Zinsverbilligung für den Neubau seit 28.07.2022 noch möglich sind

Effizienzhausstufe maximaler Kreditbetrag/
anrechenbare Kosten
Tilgungszuschuss maximale Förderung
Wohngebäude Effizienzhaus
40 Nachhaltigkeits-Klasse (NH) pro WE
120.000€ 5% 6.000€
Nichtwohngebäude Effizienzhaus
40 Nachhaltigkeits-Klasse (NH) pro m²
2.000€/m² NGF
bis max. 10Mio €
5% 100€/m² NGF
bis max. 0,5 Mio€
Baubegleitungszuschuss je für Bauphysik und Zertifizierung
Einfamilienhäuser/
Reihenhäuser
40.000€ 50% 20.000€
Eigentumswohnungen 4.000€ 50% 2.000€
Mehrfamilienhäuser ab 3WE/
Nichtwohngebäude
40.000€ 50% 20.000€

Wer kann weiterhin eine Förderung beantragen?

Grundsätzlich kann jede Person mit einem Neubauvorhaben einen Fördermittelantrag sowie die dafür benötigte Zertifizierung beantragen. Da eine Gebäudezertifizierung mit zusätzlichen Kosten und Aufwand verbunden ist, sollte sorgfältig abgewogen werden, ob eine Förderung für das eigene Bauvorhaben sinnvoll erscheint. Die Fachteams von dieBauingenieure stehen Ihnen hierfür beratend zur Seite.

Wichtig ist hierbei zu beachten, dass auch die Kosten für eine Zertifizierung mit bis zu 20.000€ gefördert werden, um den Mehraufwand abzumildern.


dieBauingenieure begleiten Sie zu Ihrer individuellen Förderung

Das Team von dieBauingenieure hat langjährige Erfahrung mit DGNB Zertifizierung und KfW-Fördermittelanträgen. Somit bieten wir eine lückenlose Beratung sowie ein zügiges und gewissenhaftes Bearbeiten Ihrer Anträge. Sie bekommen sämtliche Leistungen aus einer Hand und haben einen Ansprechpartner für Ihre Fragen und Anliegen.

Wenn Sie Interesse an einer KfW-Förderung sowie den damit verbundenen Zertifikaten haben, sprechen Sie uns gerne an!

Kontakt aufnehmen

KFW Förderung Begleitung durch DGNB Auditor

Wo finde ich offizielle Informationen Förderung?

Weitergehende Hintergrundinformationen sowie häufige Fragen (FAQ) können Sie auf der Webseite des Bundesministeriums für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen finden.


Hintergrund – Was hat sich geändert

Seit dem 20. April 2022 besteht die Möglichkeit, wieder eine Förderung für EH/EG 40-Neubauvorhaben bei der Kreditanstalt für Wideraufbau (KfW) zu beantragen. Nachdem die erste Stufe der Nachhaltigkeitsförderung bereits nach wenigen Stunden vergriffen war, haben Bauherr:innen und Investor:innen weiterhin die Möglichkeit, eine Förderung zu erhalten – unter Voraussetzung einer Gebäudezertifizierung. Wir bei dieBauingenieure ordnen das Geschehen für Sie ein und zeigen auf, wie Sie trotz des ersten Fördermittelstopps weiterhin eine Förderung für Ihr Bauvorhaben bekommen können.

Status Quo

Am 24. Januar gab die KfW mit sofortiger Wirkung bekannt, im Rahmen der Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) keine Anträge mehr zu bearbeiten. Als Begründung wurde das Ausschöpfen des Fördermitteltopfes benannt. Seitdem wurde unter anderem die Förderung für ein Effizienzhaus (EH) 55 eingestellt. Für Auftraggeber:innen sowie Auftragnehmer:innen sorgte die Situation für Unruhe. Daraufhin wurde ein weiterer Fördermitteltopf, der nur noch für das EH 40 gilt, geschaffen.

Dieser weitere Fördermitteltopf war von vornherein auf zwei Stufen ausgelegt: in der ersten Stufe wurden EH/EG 40 Neubauvorhaben gefördert, sofern Sie die entsprechenden technischen Anforderungen erreichen konnten. Diese Stufe war auf 1 Milliarde Euro begrenzt und sollte den verunsicherten Akteur:innen, die fest mit der Förderung kalkuliert haben, entlasten. Sobald dieser Topf ausgeschöpft ist, sind Förderungen nur noch über die zweite Stufe möglich. Die erste Stufe war nach wenigen Stunden vergriffen, weswegen seit dem 21. April 2022 nur noch die zweite Stufe gültig ist. In der zweiten Stufe werden nur noch EH/EG 40 Neubauvorhaben gefördert, welche eine Nachhaltigkeitsklasse (NH) Klasse erreichen. Die NH-Klasse wird durch das Qualitätssiegel nachhaltige Gebäude (QNG) erreicht.

Wieso wurden die Förderungen ausgesetzt?

Die Förderung für den EH55-Standard wurde eingestellt, da er ohnehin bei den meisten Bauvorhaben gängig war und die Unterschiede zum gültigen Gebäudeenergiegesetz (GEG) zu marginal waren. Zudem wollen die KfW und BEG die Förderungen zukünftig grundsätzlich überarbeiten.


Jetzt Kontakt aufnehmen

Wir melden uns kurzfristig bei Ihnen oder Sie rufen uns direkt an.
Karlsruhe : +49 721/ 83 14 205-00
Berlin : +49 30/ 34 65 501-00

* Pflichtfelder